Der "Bewusste Elternschaft"-Stil erklärt
In diesem Artikel: Die Methode der bewussten Elternschaft. Was ist "Bewusste Disziplin" für Eltern? Die sieben Fähigkeiten der bewussten Disziplin. Wie man ein bewusster Elternteil wird: 1. Atmen. 2. Mehr zuhören. 3. Arbeite an...
In diesem Artikel
- Die Methode der bewussten Elternschaft
- Was bedeutet "Bewusste Erziehung" für Eltern?
- Die sieben Fähigkeiten der bewussten Erziehung
- Wie man ein bewusster Elternteil wird
- 1. Atmen
- 2. Mehr zuhören
- 3. Arbeite an dir selbst
- 4. Zeige, wie du möchtest, dass deine Kinder sich verhalten
- 5. Schaffe eine positive Umgebung
- 6. Zeige Empathie
- 7. Erlaube deinen Kindern, sich selbst zu finden
- 8. Liebe sie
- 9. Weniger "Nein" sagen
- 10. Ermutigen
„Bewusstes Elternsein“ ist ein relativ neuer Erziehungsstil, der aus einer Mischung vonöstlicher Philosophieund westlicher Psychologie entstanden ist. Die Methode des bewussten Elternseins wurde von Shefali Tsabary, einer klinischen Psychologin und Bestsellerautorin, begründet und zielt nicht darauf ab, das Verhalten eines Kindes zu korrigieren. Stattdessen verfolgt sie einen revolutionären Ansatz, indem sie die eigenen Probleme und den eigenen Erziehungsstil reflektiert, um ein positiveres Umfeld für Kinder zu schaffen.
Die achtsame Erziehung
Erstens ist das Kernprinzip bewusster Elternschaft nicht kind-, sondern elternzentriert. Es basiert auf der Idee, dass Eltern unbewusst ihre eigenen Probleme auf ihre Kinder übertragen können. Eltern, die zum Beispiel Angst haben, nicht geliebt zu werden, fällt es vielleicht schwer, ihren Kindern "Nein" zu sagen. Zu verstehen, wann diese Angst ihren Ursprung hat, und zu erkennen, wann diese Angst die Entscheidungen in der Erziehung beeinflusst, darum geht es bei bewusster Elternschaft.
Bewusstes Elternsein bedeutet, sich täglich als Eltern selbst zu reflektieren. Wenn Eltern erkennen, wie ihre eigenen Probleme oder Altlasten das Verhalten ihrer Kinder beeinflussen, können sie damit beginnen, Achtsamkeit und tägliche Meditation zu praktizieren, um elterlichen Stress und Ängste zu reduzieren. Befürworter dieses Erziehungsstils glauben auch, dassSelbstreflexion als Elternteil„einen respektvolleren Sprachgebrauch sowie eine insgesamt verbesserte Kommunikation“ zwischen Eltern und Kindern fördern kann.
Diese Erziehungsweise ist keine schnelle Lösung für problematisches Verhalten im Kindesalter. Es geht nicht darum, Fehlverhalten bei Kindern zu korrigieren. Es geht einfach darum, im "Hier und Jetzt" mit den Kindern präsent zu sein und achtsam darauf zu achten, wie man auf sie reagiert, ohne dass das elterliche Ego im Weg steht. Vor allem erfordert die bewusste Erziehungsmethode Geduld von den Eltern. Selbstreflexion und Achtsamkeit für sich selbst und das Beheben von Problemen passieren nicht über Nacht!
Was ist "Bewusste Disziplin" für Eltern?
Disziplin ist ein sehr sensibles Thema für Eltern. Die Art und Weise, wie Siedisziplinieren,wird beeinflusst von IhremErziehungsstil,Ihrer Kultur und sogar Ihrem Persönlichkeitstyp. Wie geht der achtsame Erziehungsansatz also mit Fehlverhalten bei Kindern um? Im Gegensatz zu anderen Erziehungsstilen, die nur eine Disziplinlösung anbieten, bietet achtsame Erziehung sieben Disziplinierungstechniken, auch bekannt als dieSieben Fähigkeiten der Achtsamen Disziplin.
Die sieben Fähigkeiten der Bewussten Disziplin
- Gelassenheit:Mit Wut umgehen, auf Fehlverhalten reagieren und Belohnungen aufschieben.
- Ermutigung:Prosoziale Fähigkeiten wie Fürsorge, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft gegenüber Kindern zeigen.
- Durchsetzungsvermögen:Vermeidung von „Mobbing“ eines Kindes und Förderung gesunder Grenzen.
- Entscheidungen:Impulse kontrollieren und auf ein Ziel hinarbeiten.
- Empathie:Emotionen regulieren und eine neue Perspektive einnehmen.
- Positive Absicht:Förderung von Kooperation und Problemlösung durch Fehlverhalten.
- Konsequenzen:Aus Fehlern der Vergangenheit lernen und Verantwortung für Fehler übernehmen.
Diese sieben Erziehungsmethoden bieten Eltern eine Vielfalt an Möglichkeiten, um je nach Situation eine oder mehrere davon anzuwenden. Bewusste Erziehung hilft nicht nur den Eltern, sich selbst besser kennenzulernen, sondern die Kinder lernen auch wichtige Fähigkeiten fürs Leben, wie Ehrlichkeit, Selbstständigkeit, Respekt, Mitgefühl, Verantwortungsbewusstsein und vieles mehr!
Bewusst erziehen: So geht's
Bewusste Elternschaftist ein Erziehungsstil, der Eltern die Möglichkeit bietet, die Beziehung zum Kind zu verbessern und eine neue Denkweise zu entwickeln, die auf Selbstreflexion basiert. Aber wie fängt man mit bewusster Elternschaft an? Zuerst einmal: Schau nach innen! Nimm dir Zeit, um darüber nachzudenken, was dich triggert oder welche Probleme du aus deiner Kindheit oder deinem Alltag mitbringst. Sobald du erkennst, wie deine Ängste und dein Ego deine Erziehung und deine Reaktionen auf deine Kinder beeinflussen, kannst du Veränderungen in deiner Erziehung fördern, indem du einige der folgenden Tipps ausprobierst.
1. Atme ein.
Bevor du auf Fehlverhalten reagierst, atme zuerst tief durch und überlege dann, wie du mit einer der Sieben Disziplin-Fähigkeiten antworten kannst, anstatt sofort wütend zu reagieren.
2. Hör gut zu
Versuche nicht, das Verhalten deiner Kinder durch Schreien oder Standpauken zu korrigieren. Versuche stattdessen, ihre Sichtweise anzuhören, um die Gründe für ihr Verhalten zu verstehen. Oftmals fördert das Zuhören die offene Kommunikation, Empathie/Mitgefühl und die Übernahme von Verantwortung für das eigene Handeln.
3. Arbeite an dir selbst
Fördere die Selbstreflexion, indem du mit deinem Partner oder einer Freundin sprichst, um vergangene Probleme und aktuelle Unsicherheiten aufzuarbeiten. Das kann dir helfen, bewusster mit deinen Kindern umzugehen.
4. Zeige deinen Kindern, wie du möchtest, dass sie sich verhalten
Zeig deinen Kindern jeden Tag, wie du dir ihr Verhalten wünschst. Sag ihnen nicht einfach nur, wie sie sich benehmen sollen, sondern lebe Eigenschaften wie Empathie und Verantwortungsbewusstsein vor und zeig ihnen durch dein eigenes Handeln, was du von ihnen erwartest.
5. Schaffe eine aufbauende Umgebung
Je weniger Stress in einer Umgebung herrscht, desto weniger gestresst sind auch eure Kinder. Wenn ihr eine liebevolle Umgebung schafft, fühlen sie sich sicher, geliebt und können wichtige Werte fürs Leben lernen.
6. Zeige Verständnis
Empathie ist nicht dasselbe wie Sympathie. Empathie bedeutet, dass wir versuchen zu verstehen und mitzufühlen, wenn jemand Kummer, Schmerzen oder Trauer erlebt.
Nimm dir einen Moment Zeit und versuche, zu verstehen, wo dein Kind gerade emotional steht.
7. Lasst eure Kinder sich selbst finden.
Jedes Kind hat seine ganz eigene Persönlichkeit. Lass deine Kinder ihre Persönlichkeit entwickeln, indem du ihnen Wahlmöglichkeiten, Verantwortung und gesunde Grenzen gibst. So können sie herausfinden, wer sie als Mensch sind. Das kannst du ganz einfach tun, indem du deine Kinder ihre Kleidung selbst aussuchen lässt oder gesunde Optionen für das Abendessen anbietest und sie wählen lässt, was sie essen möchten.
8. Hab sie lieb!
Sobald dein Kind anfängt, seine eigene Persönlichkeit zu entwickeln, liebe es für das, was es ist! Mit allen Ecken und Kanten!
9. Weniger "Nein" sagen
Anstatt immer nur "nein" zu sagen, versuch doch mal, deinen Kindern Fehler zu erlauben, damit sie daraus lernen können. Natürlich braucht es trotzdem gesunde Grenzen!
10. Ermutige dein Kind!
Finde heraus, was deine Kinder besonders gut können und was sie begeistert, und ermutige sie, darin richtig gut zu werden! Das hilft ihnen, ihre Fähigkeiten zu verbessern und stärkt gleichzeitig ihr Selbstvertrauen.
Bewusstes Elternsein ist eine wundervolle, fast revolutionäre Art, Kinder zu erziehen. Es erfordert aber auch viel Selbstreflexion, um zu erkennen, wie die eigenen Probleme das eigene Verhalten als Eltern beeinflussen. Es wird nicht einfach sein. Am Anfang kann es sogar schmerzhaft sein, emotionale Blockaden aufzuarbeiten. Aber es kann sich lohnen, um die Beziehung zu deinen Kindern zu verbessern und ein bewusster Elternteil im Hier und Jetzt zu sein.
Von Liz Talton