Gehirnentwicklung bei Kindern: Frühe Kindheit
Auch wenn sich das Gehirn bis zum 25. Lebensjahr entwickelt, findet der Großteil seiner Entwicklung vor dem sechsten Lebensjahr statt. Doch welche Entwicklungsstufen gibt es beim Gehirn, und was beeinflusst seine Entwicklung?
Auch wenn sich das Gehirn bis zum 25. Lebensjahr entwickelt, geschieht der Großteil dieser Entwicklung schon vor dem sechsten Geburtstag. Doch welche Entwicklungsphasen durchläuft das Gehirn eigentlich, und was beeinflusst seine Entwicklung?
In diesem Artikel
- Entwicklungsstufen des Babygehirns
- Sensomotorische Phase
- Präoperationale Phase
- Was beeinflusst eine gesunde Gehirnentwicklung?
Entwicklungsschritte des Babygehirns
Bis zuJean Piagets Theorieder Entwicklungsstufen glaubten Experten, dass Kinder die gleichen Denkprozesse und kognitiven Funktionen wie Erwachsene hatten. Deshalb behandelten sie Kinder wie kleine Erwachsene. Doch durch seine Beobachtungen und Forschungen stellte Piaget die Theorie auf, dass Kinder Intelligenz mit der Zeit entwickeln. Er glaubte, Kinder seien nicht weniger intelligent als Erwachsene, sie verstehen die Welt lediglich anders als Erwachsene.
Aus dieser Theorie heraus entwickelte Jean Piaget die vier Stufen der kognitiven Entwicklung. Dazu gehören:
Die ersten beiden Phasen erstrecken sich von der Geburt bis zum siebten Lebensjahr. Experten sehen diese als die wichtigsten und entscheidendsten Abschnitte der kognitiven Entwicklung an. Am Ende der präoperationalen Phase hat das Gehirn Ihres Kindes bereits 90 % seiner Entwicklung abgeschlossen. Die restlichen 10 % der Gehirnentwicklung erfolgen dann vom siebten Lebensjahr bis ins Erwachsenenalter. Da diese beiden Phasen für die kognitive Entwicklung Ihres Kindes so entscheidend sind, werden wir uns genau darauf konzentrieren, wie sich das Gehirn in dieser Zeit entwickelt.
Sensomotorische Phase
Diese kognitive Phase dauert von der Geburt bis zum zweiten Lebensjahr. In dieser Phase beginnt sich die kognitive Entwicklung Ihres Kindes gerade erst auszubilden. Ihr Baby lernt in dieser Zeit durch seine Sinne. Je mehr ein Kind seine Umgebung erkundet, desto mehr wird es verstehen.

Zu den wichtigen kognitiven Entwicklungsfähigkeiten in dersensomotorischen Phasegehören:
Präoperationale Phase
Dies ist die zweite der Gehirnentwicklungsphasen bei Kleinkindern und tritt im Alter von zwei bis sieben Jahren auf. Diepräoperationale Phaseder kognitiven Entwicklung ist eine Schlüsselphase für die Sprachentwicklung eines Kindes. Weitere Merkmale dieser Entwicklungsphase sind:
Was beeinflusst die gesunde Gehirnentwicklung in den einzelnen Phasen?
Bei der Geburt ist das menschliche Gehirn mit einer bestimmten Anzahl von Gehirnzellen, auch Neuronen genannt, ausgestattet. Die Verbindungen zwischen diesen Neuronen, die sogenannten Synapsen, entwickeln sich jedoch rasant. Tatsächlich werden „eine Million neueneuronale Verbindungen(Synapsen) jede Sekunde“ in der frühen Kindheit geknüpft, das ist mehr als zu jeder anderen Zeit im Leben eines Kindes. Was beeinflusst und prägt also, wie neuronale Verbindungen in den verschiedenen Phasen der Gehirnentwicklung eines Kindes entstehen?
Da wir wissen, dass die Phasen der frühkindlichen Gehirnentwicklung größtenteils auf dem Lernen durch Empfindungen und die Umgebung basieren, sind Beziehungen entscheidend für eine gesunde Gehirnentwicklung.Gesunde und glückliche Beziehungenzwischen einem Kind und seinen Bezugspersonen fördern die Gehirnentwicklung auf folgende Weisen:

Doch genauso, wie sich positive Begegnungen auf die Entwicklung des Babygehirns auswirken, tun dies auch negative Umweltfaktoren wie Armut, Missbrauch und Vernachlässigung. Solche negativen Einflüsse verursachen Stress im sich entwickelnden Gehirn und hemmen so dessen Entwicklung.
Auch wenn sich jedes Kind in seinem eigenen Tempo entwickelt, ist der beste Weg, um die frühkindliche Gehirnentwicklung optimal zu fördern, indem Sie die Bedürfnisse Ihres Kindes erfüllen und ihm unendlich viel Liebe schenken. Allein Ihre Liebe hat die Kraft, das frühe Lernen und die Gehirnentwicklung Ihres Kindes anzutreiben! Entwicklungsschritte sollte man im Auge behalten, aber sich nicht verrückt machen lassen. Jedes Kind lernt in seinem eigenen Tempo – denken Sie immer daran!
Von Liz Talton