Zwei Kinder – schaffe ich das?

Ich wollte diesen Blog schreiben, um werdenden Müttern oder frischgebackenen Müttern mitzuteilen, dass ihr nicht allein seid, wenn ihr euch so fühlt. Und um auch allen zu zeigen, dass JA, ja, ihr beide Kinder lieben könnt, und zwar...

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Mit diesem Blog wollte ich werdenden Müttern oder frischgebackenen Müttern mitteilen, dass ihr nicht allein seid, wenn ihr euch so fühlt. Und auch, um allen wissen zu lassen, dassJA, ja, ihr beide eurer Kinder gleich lieben könnt, tatsächlich glaube ich, meine Liebe ist sogar noch gewachsen.

Der Anfang

Als ich 2016 mit meiner Tochter Nora schwanger wurde, war ich aufgeregt, nervös und besorgt – all dieGefühle,die eine Erstlingsmama empfindet. Es war eine sehr einfache Schwangerschaft und ich hatte keine Komplikationen, deshalb schätze ich mich überaus glücklich.

Vom ersten Moment an, als ich sie sah, war ich hin und weg. Ich liebte sie mehr, als ich dachte, dass ich jemals einen Menschen lieben könnte. Obwohl ich Nora über alles liebte und einfach nur staunen konnte, was mein Mann und ich da geschaffen hatten, litt ich unter Wochenbettdepressionen, bis Nora ungefähr 9 Monate alt war.

Es war ein schrecklicher, dunkler Abschnitt meines Lebens, den ich zum Glück mit meinem Sohn nie wiederholen musste. Rückblickend auf diese Zeit hatte ich Angst, jemals ein weiteres Kind zu bekommen, weil ich diese Gefühle nicht noch einmal erleben wollte.

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Es war einer der Hauptgründe, warum ich gezögert habe, noch ein Kind zu bekommen. Es lag nicht daran, dass ich dachte, wir würden es nicht schaffen; mir machte einfach nur Sorgen, wieder eine Depression durchmachen zu müssen.

Zum Glück habe ich einen wunderbaren Ehemann, der mich in dieser Zeit unterstützt hat, und eine Familie, die für mich da war, als ich sie am meisten brauchte.

Noch ein Baby?

Als Nora etwa anderthalb war, begannen wir darüber zu sprechen, ein weiteres Kind zu bekommen. Ich wollte, dass Nora ein Geschwisterchen hat, weil ich all die Vorteile kannte, die ein kleiner Bruder oder eine kleine Schwester ihr bieten könnte.Sie hätte jemanden, mit dem sie aufwachsen, dem sie sich anvertrauen und der sie unterstützen kann.

Schon nach wenigen Monaten wurde ich wieder schwanger. Als ich die zwei kleinen Striche sah, bekam ich ein komisches Gefühl. Ich machte mir Sorgen, ob ich das zweite Baby genauso lieben könnte wie Nora. Nora war meine kleine Partnerin. Sie war mein Mini-Ich und immer an meiner Seite.

Während meiner Schwangerschaft haben wir darauf geachtet, so viel Zeit wie möglich mit Nora zu verbringen, sie in die Gestaltung seines Zimmers einzubeziehen und ihr große Schwester-Bücher, und sie so oft mit meinem Bauch sprechen lassen, wie sie wollte.

Ich habe das Gefühl, das hat ihr total viel geholfen bei der Vorbereitung auf die Geburt von Nicholas.

Er ist da!

Nicholas wurde 2019 geboren, als Nora fast 2,5 Jahre alt war. Er war perfekt, und die Angst, ihn nicht so zu lieben, wie ich Nora liebe? Unmöglich! Sie verschwand sofort, als ich ihn das erste Mal in den Armen hielt.

Wenn du eine werdende Mama bist und dir dieselben Sorgen machst – mach dir keine!Deine Liebe wächst mit jedem Kind.

Das erste Treffen von Nora und Nicholas gehört für mich noch immer zu den liebsten Erinnerungen meines Lebens. Nora wollte ihn sofort in den Arm nehmen und ich spürte, dass Nicholas sich in ihren Armen ganz geborgen fühlte. Dieses besondere Geschwisterband war schon da, als Nicholas gerade mal einen Tag alt war.

Als ich sah, wie innig sie miteinander waren, wusste ich, dass alles gut werden würde. Diese Bindung hat sich nur noch verstärkt, je älter Nicholas geworden ist.

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Ganz ehrlich gesagt, Noras Verhalten als große Schwester hat den Übergang mit zwei Kindern viel einfacher gemacht. Sie wollte beim Windelnwechseln helfen, hat ihm Spielzeug zum Anschauen gebracht und versuchte, ihn zu trösten, wenn erweinteund versuchte, ihn zum Lachen zu bringen. Manchmal beruhigt er sich sogar heute noch nur, wenn sie bei ihm ist!

Anregungen

Ich bin ja selbst keine Expertin, aber ich erzähle euch gerne, was bei uns funktioniert hat, als wir die Umstellung gemacht haben!

  1. Nimm dir ab und zu Zeit nur für dein erstgeborenes Kind.Entweder ich oder mein Mann haben Nora alleine auf ein Eis eingeladen, sind mit ihr in den Park gegangen oder haben einen anderen besonderen Ausflug nur mit ihr gemacht, damit sie Zeit nur für sich hatte. Das machen wir immer noch, damit sie weiß, dass wir sie genauso sehr lieben.
  2. Sei nachsichtig mit dir selbst.Es gibt Tage, da verliere ich die Geduld. Wenn das passiert ist,fühle ich mich wie eine schreckliche Mutter.Ich bin keine schreckliche Mutter. Wir alle kommen an unsere Grenzen, besonders mit einem Neugeborenen. Man schläft kaum bis gar nicht und kann nicht mal ein Nickerchen machen, wenn man möchte, weil ein Kleinkind herumläuft!
  3. Mach ganz viele Fotos!Diese Momente vergehen viel zu schnell und du wirst zurückblicken wollen, um zu sehen, wie klein deine Babys waren! An schwierigen Tagen schaue ich mir die Bilder an und erinnere mich daran, dass jeder Moment vergeht.
  4. Geht spazieren.Meine Kinder lieben es, spazieren zu gehen undnach draußen zu kommen.. Das geht sogar mit einem Neugeborenen! Trag es in einer Babytrage an deiner Brust, pack dein älteres Kind in den Kinderwagen und holt euch frische Luft!
  5. Hab keine Angst, um Hilfe zu bitten.Wir haben uns bei beiden Babys viel auf meine Schwiegereltern verlassen. Es fällt dir vielleicht schwer, wegzugehen, aber glaub mir, Eltern sind besser, wenn sie Zeit für sich haben.
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