5 Tipps, damit Ihr Kind Gesprächsfähigkeiten entwickelt
Kinder lernen in den ersten beiden Lebensjahren sprechen. Lange bevor sie ihr erstes Wort aussprechen, lernen Babys die Regeln der Sprache und wie Erwachsene diese zur Kommunikation nutzen. Sie beobachten und ahmen nach...
Kinderlernen in den ersten zwei Lebensjahren sprechen. Schon lange bevor sie ihr erstes Wort sagen, lernen Babys die Regeln der Sprache und wie Erwachsene sie zur Kommunikation nutzen. Sie beobachten und ahmen das Verhalten ihrer Eltern nach.
Am Anfang beginnen sie, Zunge, Lippen, Gaumen und die ersten durchgebrochenen Milchzähne zu nutzen, um Laute zu bilden. Das anfängliche Weinen und Schreien wandelt sich allmählich in Lallen und Vokallaute – wie zum Beispiel „ooh“ oder „ahh“. Später werden aus diesen Lauten dann echte Worte wie „Mama“ und „Papa“.
Oft ist uns gar nicht bewusst, dass wir unsere Kinder in dieser wunderbaren Entwicklungsphase unterstützen können.
Auch wenn sie noch so klein sind?
Viele Eltern glauben, ihre Kinder seien noch zu klein, um zu verstehen. Aber das stimmt nicht! Babys verstehen nämlich schon sehr viel! Und sie nehmen schon von Geburt an Blickkontakt auf.
Denken Sie daran, dass Eltern und Kinder einander in die Augen schauen müssen, um zu kommunizieren. Sehen Sie sie dabei natürlich nicht als kleine Erwachsene. Halten Sie Blickkontakt in einem Abstand, den sie gut wahrnehmen können.
Es ist wichtig, schon ab den ersten Tagen mit Babys zu sprechen und ihnen zu zeigen, dass Kommunikation von Angesicht zu Angesicht stattfindet. Sie lernen langsam, Gesichter zu lesen und und mit Menschen zu kommunizieren. Blickkontakt und das Sprechen mit Kindern schon vom ersten Tag an helfen ihnen, ihr Gehirn, den Neokortex, zu entwickeln, lautmaßgeschneiderten Aufsatzarbeiten.
2. Gibt es spezifische Methoden für jedes Alter?
Ja, ganz am Anfang ahmt Ihr Kind Sie nach. Aus dieser Nachahmung wird später Verständnis und schließlich echte Kommunikation. Natürlich wird es auf seine eigene Art und Weise kommunizieren, ganz in seinem eigenen Tempo.
Es gibt viele Tricks und Tipps, um die Kommunikationsfähigkeiten Ihres Kindes zu fördern, aber hier dürfen Sie besonders kreativ werden. Dies ist die Zeit, in der Sie ganz genau beobachten müssen, was bei Ihrem Baby funktioniert und was nicht. Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf und verwandeln Sie diese Sprachreise in ein Abenteuer für die ganze Familie.
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3. Kurzfristige Auswirkungen der Überbehütung
Kurzfristig zeigt sich, dass Eltern, die die Bedürfnisse ihrer Babys erfüllen und für sie da sind – und das, ohne zu befürchten, sie zu verwöhnen – Kinder großziehen, die später selbstständig werden. Diese Kinder vertrauen fest darauf, dass ihre Eltern immer hinter ihnen stehen.
Wenn wir von Babys sprechen, die nach dem Motto „wir müssen ihm beibringen, selbstständig zu sein“ erzogen werden, dann sind das Babys, die die Priorität entwickeln, Mama „festzuhalten“. Haben sie Mama erst einmal an sich gebunden, lassen sie sie nicht mehr los. Und anstatt die Welt zu erkunden, kehren sie zu ihrer ursprünglichen Priorität zurück: Mama an ihrer Seite zu haben. Die Absicht ist es, ein selbstständiges Baby heranzuziehen, aber diese Art von Eltern erreicht genau das Gegenteil: ein abhängiges Baby.
Denkt also immer daran, wie ihr euch euer Baby wünscht, denn es spiegelt ja nur wider, was ihr vorlebt.
4. Kann Ihr Baby reizüberflutet sein?
Ja, besonders direkt nach der Geburt. Tatsächlich werden sie oft von ihren Müttern getrennt, und nachdem sie sich daran gewöhnt haben, was es bedeutet, eine Mama zu haben, kommen sie in einem völlig neuen Umfeld zu Hause an. Das stresst sie, denn das Einzige, was sie kennen, ist die Mama und Mamas Arme.
Was Eltern oft nicht auffällt: Der LKW, den sie selbst schon gar nicht mehr hören (weil sie sich daran gewöhnt haben), fährt auf der Straße vorbei, der Wind rauscht, der Vorhang bewegt sich – und all diese Geräusche sind für das Kind bestimmt neu und vielleicht sogar beängstigend.
Das Baby nimmt diese Laute nicht richtig wahr. Stellen Sie sich daher direkt vor das Baby, wenn Sie mit ihm sprechen. Arbeiten Sie viel mit Mimik und Gestik, variieren Sie Ihre Stimmlage und regen Sie so seine Kommunikation an.
5. Wie wichtig sind die ersten sechs Monate für die Sprachentwicklung?
Die ersten sechs Monate sind für das Kind eine Zeit reiner Freude – die Phase des Verliebtseins, in der es sich ganz in Harmonie mit der Mutter fühlt.
Im kindlichen Geist, in seinem Unterbewusstsein, ist das Bild eingeprägt, dass es eins ist mit dem Universum, dass die Welt es liebt und es geborgen ist. Wenn es diese Freude verinnerlicht, wird es sein Leben lang die Möglichkeit haben, zu dieser Freude zurückzukehren. Es ist der Schatz, den es immer bei sich trägt, um, wann immer es ihn braucht, zu diesem Frieden, dieser Entspannung und dem Gefühl des Nestes zurückzufinden.
Sie sollten jeden Versuch Ihres Babys, etwas zu sagen, unterstützen und Wege finden, wie Sie ihm helfen können, seine Kommunikationsfähigkeiten zu verbessern. Zum Beispiel können Sie die Wörter, die Sie ihm mitteilen möchten, sogar singen, um seine Aufmerksamkeit zu wecken. Sie können auch die Wörter wiederholen, die es sagt, um sein Selbstvertrauen und sein Zutrauen zu stärken.
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Von Jennifer Holland